Ordnung im Büro: 5 Tipps fürs Homeoffice
Papierstapel, volle Schubladen und Kabelsalat? Wir zeigen dir, wie du dein Büro einfach und effektiv ordnest. Und wie du mit festen Bereichen und einfachen Routinen dafür sorgst, dass die neue Ordnung im Arbeitsalltag bestehen bleibt.
Sarah
Leiterin Kulinarik-Content
Das Wichtigste in Kürze
Mit diesen einfachen Tipps wird dein Büro übersichtlicher – und bleibt es auch:
Freie Fläche, freier Kopf: Nur täglich Benötigtes auf dem Schreibtisch lassen
Papier mit Plan: Dokumente in Eingang, Bearbeitung und Ablage einteilen
Alles in seiner Schublade: Klare Aufgaben und feste Plätze definieren
Gut verstaut: Selten Benötigtes beschriftet im Schrank aufbewahren
Kabelsalat, adé: Technik und Ladegeräte in festen Bereichen und mit praktischen Helfern bündeln
Fünf Minuten, grosse Wirkung: Den Arbeitsplatz täglich kurz «zurücksetzen»
Tipp 1: Freie Arbeitsfläche schaffen
Eine möglichst freie Arbeitsfläche sorgt für Ruhe und Übersicht. Unser Tipp deshalb: Räume den Schreibtisch zuerst vollständig leer und gruppiere alle Gegenstände nach ihrer Nutzungshäufigkeit. Auf den Schreibtisch kommt nur zurück, was du täglich brauchst, zum Beispiel Stifte, Notizmaterial oder dein Kalender. Selten benötigte Gegenstände kommen in eine Schublade oder in den Schrank. Bündle kleine Helfer zudem in möglichst wenigen Behältern – so wirkt die Fläche direkt ruhiger.
Die Arbeitsfläche auch während des Tages frei zu halten, gelingt leichter, wenn du einen Papierkorb in der Nähe hast. So entsorgst du veraltete Notizen, Verpackungen und andere Abfälle direkt.
Besonders in einem kleineren Homeoffice lohnt es sich, nach getaner Arbeit, einen «Reset» zu machen: Räume die Arbeitsfläche möglichst leer, damit du am nächsten Tag wieder mit viel freier Fläche und frischem Kopf starten kannst.
So bleibt der Schreibtisch schön frei
Tipp 2: Papier und Post in feste Bahnen lenken
Unübersichtliche Papierstapel entstehen meist, weil Unterlagen keinen festen Weg durchlaufen. Mit drei klaren Stationen ordnest du jedes Dokument direkt ein und sorgst für klare Verhältnisse:
Ordentliche Dokumentenablage
Tipp 3: Schubladen nach Aufgaben einteilen
Schubladen bieten viel Stauraum – ohne System werden sie jedoch schnell zur chaotischen Sammelstelle. Mit diesen fünf Schritten bringst du dauerhaft Ordnung in die Schubfächer in deinem Büro:
Schritt 1: Alles ausräumen
Leere jede Schublade vollständig. So siehst du, was sich darin angesammelt hat und wie viel Platz wirklich vorhanden ist.
Schritt 2: Sortieren und aussortieren
Lege ähnliche Gegenstände zusammen. Entferne Defektes, doppelte Dinge und alles, was du nicht mehr verwendest.
Schritt 3: Klare Bereiche festlegen
Jede Schublade enthält möglichst eine Kategorie: In eine kommen zum Beispiel Schreibutensilien, in eine andere Technikzubehör oder Versandmaterial. Vorräte, wie Ersatzstifte und Notizblöcke, trennst du am besten von Dingen, die du täglich brauchst.
Schritt 4: Kleinteile übersichtlich ordnen
Lege häufig Benötigtes nach vorne. Praktische Einsätze und Unterteiler verhindern, dass Büroklammern, USB-Sticks und andere Kleinteile durcheinandergeraten. Fülle die Schubladen zudem nicht bis zum Rand: Etwas freier Platz erleichtert das Zurückräumen und wirkt auch optisch ruhiger.
Schritt 5: Das System verständlich halten
Nutzen mehrere Personen das Büro, helfen Beschriftungen. So sehen alle sofort, was wohin gehört. Die Einteilung muss nicht perfekt sein – entscheidend ist, dass sie schnell verständlich ist und im Alltag funktioniert. Denn: Je einfacher das Zurückräumen, desto länger bleibt die Ordnung bestehen.
So bleiben Schreibtischschubladen ordentlich
Tipp 4: Büroschrank und Regal clever ausnutzen
Ein Büroschrank und/oder Gestelle eignen sich für seltener benötigte Gegenstände und Ersatzmaterial. Teile auch sie in feste Bereiche ein. Was du besonders selten brauchst, darf dabei weiter oben und/oder hinten stehen.
Weitere Ordnungstipps für Büroschrank und Gestelle:
Verstaue Druckerpapier, Couverts & Co. in Griffhöhe.
Schwere Boxen stellst du nach unten. So kannst du sie sicher und einfach herausnehmen und wieder verstauen.
Geschlossene Boxen sind ideal für selten genutzte und Gegenstände und solche, die schnell unordentlich aussehen, z.B. Kabel. So profitierst du direkt von der optischen Ruhe.
Nutze die Höhe der Schrankfächer: Zusätzliche Einsätze schaffen eine zweite Ebene. Du stapelst weniger und kommst leichter an den gesuchten Gegenstand.
Beschrifte Boxen und Organizer an der Vorderseite. So musst du nicht immer erst alles herauszunehmen und durchsuchen.
Prüfe Ersatzmaterialien regelmässig. So kaufst du nicht doppelt und bemerkst rechtzeitig, was zur Neige geht.
Zusatztipp: Mit praktischen LED-Lichtleisten ist der Büroschrank perfekt augeleuchtet – und du findest direkt, was du brauchst.
Für einen ordentlichen Büroschrank
Tipp 5: Kabel und Technik bündeln
Kabel und Ladegeräte am Arbeitsplatz können schnell für Unruhe sorgen. Unsere Empfehlung deshalb: Nur täglich verwendete Geräte und Anschlüsse dürfen dauerhaft auf den Schreibtisch – an ihren festen Platz. Restliches Technikzubehör verschwindet wie weiter oben erwähnt im Schrank oder Schubfächern.
Besonders clever: Mit Kabel-Organizern und -Boxen lässt du Kabelsalat erst gar keine Chance.
So bleibt die Ordnung im Büro bestehen
Die Büro-Ordnung ist im Idealfall kein einmaliges Grossprojekt, sondern unterstützt dich langfristig in deinem Arbeitsalltag. Dabei gilt: Kleine Routinen bringen mehr als unregelmässige grosse Aufräumaktionen.
Aufräumroutine nach getaner Arbeit
Schliesse jeden Arbeitstag mit einer kurzen Aufräumrunde ab – 5 Minuten reichen oft schon aus. Dieses Ritual bringt nicht nur Ordnung ins Büro, sondern auch in den Kopf. Denn besonders im Homeoffice schafft das Aufräumen eine klare Grenze: Der Arbeitsplatz verschwindet aus dem Blick und der Feierabend kann beginnen.
Halte die 5-Minuten-Routine möglichst einfach: Dokumente der passenden Station zuordnen, Stifte und Kleinteile an ihren Platz räumen, Tasse und Glas in die Küche bringen und Abfall entsorgen.
Dokumentenablage und Ersatzmaterial im Griff
Manche Aufgaben fallen nicht täglich an, profitieren aber auch von einer gewissen Regelmässigkeit:
Dokumenten-Eingangsstation leeren – ca. 1x pro Woche: Welche Unterlagen müssen noch weiterverabreitet werden, welche wandern direkt ins Altpapier oder Archiv?
Ersatzmaterialien überprüfen und nachkaufen – ca. 1x pro Monat: Sind noch genügend Couverts, Druckerpapier, Heftklammern & Co. vorhanden?
Ordnungssystem anpassen – ca. 1x im Halbjahr: Wenn Dinge immer wieder am falschen Ort landen, ist das häufig kein Zeichen fehlender Disziplin. Meist passt der gewählte Platz einfach nicht zu deinem Alltag. Zieh in diesem Fall nicht stur den theoretischen Plan durch, sondern passe das System deinem Büroalltag an.
Und denk daran: Ordnung im Büro ist kein Selbstzweck und muss nicht wie im Hochglanz-Wohnmagazin aussehen. Wichtig ist, dass sie Ruhe reinbringt, konzentriertes Arbeiten erleichtert und dir im Alltag wertvolle Zeit spart.