Pralinés selber machen: Anleitung, Rezepte und Tipp
Pralinés selber machen ist einfacher, als du denkst. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie Schokolade, Ganache und Füllung gelingen und wie du typische Fehler vermeidest.
Sofie
Digital Content Creator
Wie kannst du Pralinés selber machen?
Pralinés selber machen funktioniert in wenigen Schritten: Schokolade vorbereiten, je nach Rezept temperieren, Pralinés formen oder giessen, füllen und fest werden lassen. Die genaue Zubereitung hängt davon ab, welche Praliné-Art du machst.
Schokolade vorbereiten: Schokolade oder Couverture fein hacken und nach Rezept schmelzen.
Schokolade temperieren: Für einen schönen Glanz und knackigen Biss die Couverture kontrolliert erwärmen und abkühlen.
Pralinés formen oder giessen: Je nach Rezept die Masse von Hand rollen, spritzen oder in eine Pralinéform geben.
Pralinés füllen: Ganache, Caramel oder eine andere Füllung einfüllen.
Fest werden lassen: Die Pralinés vollständig fest werden lassen und nach Wunsch dekorieren.
Schokolade richtig schmelzen
In diesem Video zeigen wir dir, wie du Schokolade richtig schmilzt. Entscheidend sind eine tiefe Temperatur, regelmässiges Rühren und kein Kontakt mit Wasser. So wird die Schokolade schön glatt und glänzend.
Was brauchst du zum Pralinés selber machen?
Für selbstgemachte Pralinés brauchst du keine Profi-Ausrüstung. Gute Schokolade, eine Schüssel, ein Spachtel und etwas Geduld reichen für viele Rezepte bereits aus. Besonders einfach gelingt der Einstieg mit handgerollten Truffes.
Für gefüllte oder gegossene Pralinés ist eine Pralinéform praktisch. Ein Spritzsack hilft dir, Ganache und andere Füllungen sauber zu portionieren. Möchtest du die Schokolade exakt temperieren, lohnt sich zudem ein Küchenthermometer.
Unser Tipp: Such dir zuerst ein Rezept aus und besorge nur das Zubehör, das du dafür wirklich brauchst. So kannst du unkompliziert starten und deine Praliné-Ausrüstung später ergänzen.
Welche Schokolade eignet sich für selbstgemachte Pralinés?
Für feine Pralinés ist Couverture besonders gut geeignet. Sie enthält mehr Kakaobutter als herkömmliche Schokolade. Dadurch lässt sie sich gut verarbeiten und sorgt bei richtiger Temperierung für eine glänzende Oberfläche und einen schönen Knack.
Ob du dunkle, Milch- oder weisse Couverture verwendest, hängt vom Rezept und deinem Geschmack ab. Dunkle Couverture schmeckt kräftiger, Milch-Couverture milder und weisse Couverture besonders süss und cremig.
Für Ganache und andere Füllungen kannst du je nach Rezept auch normale Schokolade verwenden. Halte dich dabei am besten an die angegebene Sorte und Menge. So stimmen Geschmack und Konsistenz.
Kurz gesagt: Für gegossene Pralinés und Schokoladenüberzüge greifst du am besten zu Couverture. Bei Füllungen entscheidet das jeweilige Rezept.
Welche Praliné-Arten kannst du selber machen?
Pralinés lassen sich auf verschiedene Arten herstellen: gegossen, gespritzt, von Hand gerollt oder kunstvoll geschichtet. Welche Methode sich eignet, hängt vor allem von der Konsistenz der Praliné-Masse ab.
Den letzten Schliff erhalten selbstgemachte Pralinés mit einem glänzenden Überzug aus Couverture und einer hübschen Dekoration. Essbare Goldfarbe, Silberkügelchen oder Schokoladestreusel machen aus den kleinen Köstlichkeiten ein schönes Geschenk.
Pralinés schmecken frisch am besten. Bewahre sie idealerweise bei 18 bis 20 Grad auf. Im Sommer dürfen sie gut verschlossen in den Kühlschrank.
Truffes selber machen
Sie sind kugelartig und mit einer sogenannten Ganache gefüllt: Für die Füllung werden Butter, Rahm und Kuvertüre gekocht, cremig geschlagen und mit verschiedenen Aromen und/oder Alkohol ergänzt.
Der in der Schweiz gebräuchliche französische Name Truffe bedeutet Trüffel. Die Pralinés wurden so benannt, weil sie den begehrten Bodenpilzen in Form und Farbe doch recht ähnlich sehen.
Klassisch: Die Truffes werden in Schokolade getaucht und über ein Gitter gerollt, damit sich die typischen Spitzchen bilden.
Pralinés von Hand rollen
Einfacher geht’s nicht: Pralinés kann man auch ohne Förmchen, Hohlkörper und Spritzsack herstellen. Die Pralinenmasse muss einfach die richtige Konsistenz haben, damit man sie von Hand zu Kugeln rollen kann.
Gefüllte Pralinés mit Hohlkörpern
Die dickflüssigen oder flüssigen Füllungen werden präzise dosiert in Hohlformen gefüllt, mit einer Schokoladeschicht verschlossen und evtl. mit Schokolade überzogen. Hohlkugeln und andere Hohlkörper für Pralinés sind online oder in Spezialitätenläden erhältlich.
Gefüllte Pralinés selbst gemacht
Diese Pralinéherzli sind dank Füllform und Spritzbeutel schnell gemacht und nach Belieben gefüllt.
Schnitt- und Schichtpralinés
Sie enthalten als Kern verschiedene, voneinander abgegrenzte Füllmassen, die zuvor in breiten Schichten übereinander ausgestrichen und dann in mundgerechte Stücke geschnitten werden. Sie können mit Schokolade überzogen werden, sehen aber auch ohne Couvertüre hübsch aus.
Likörpralinés
Der Likör wird in einem vorgeformten Krustenkörper aus Zucker eingeschlossen. Dieser wird anschliessend mit Schokolade überzogen. Likörpralinés wie z.B. Kirschstängeli sind einfacher zu kaufen als selbst herzustellen.
3 typische Fehler beim Pralinés selber machen
1. Fehler: Die Schokolade wird zu heiss Schmilzt Schokolade bei zu hoher Temperatur, kann sie dick oder körnig werden. Deshalb langsam und bei tiefer Temperatur schmelzen.
2. Fehler: Die Couverture wird nicht richtig temperiert Falsch temperierte Couverture bleibt oft matt und wird weniger knackig. Halte dich deshalb genau an die Temperaturen im Rezept.
3. Fehler: Die Ganache wird zu früh eingefüllt Ist die Ganache noch zu warm, kann die Schokoladenhülle schmelzen. Lass die Füllung deshalb zuerst genügend abkühlen.
Häufige Fragen rund ums Pralinés selber machen
Welche Schokolade eignet sich für Pralinés? Für Pralinés eignen sich dunkle Schokolade, Milchschokolade und weisse Schokolade. Für einen glänzenden Überzug oder gegossene Pralinés ist Couverture besonders geeignet.
Muss ich Schokolade für Pralinés temperieren? Für eine schön glänzende und knackige Schokoladenhülle ist das Temperieren wichtig. Dabei wird die Schokolade kontrolliert erwärmt und abgekühlt.
Kann ich Pralinés ohne Form selber machen? Ja. Besonders Truffes und handgerollte Pralinés lassen sich ohne Pralinéform herstellen. Die gekühlte Masse wird portioniert, geformt und anschliessend dekoriert oder mit Schokolade überzogen.
Warum werden meine Pralinés nicht glänzend? Eine matte Oberfläche kann entstehen, wenn die Schokolade nicht richtig temperiert wurde. Auch Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen können das Ergebnis beeinflussen.
Wie lange sind selbstgemachte Pralinés haltbar? Das hängt von der Füllung und den verwendeten Zutaten ab. Halte dich deshalb an die Haltbarkeitsangabe im jeweiligen Rezept. Frisch schmecken Pralinés am besten.
Wie bewahre ich selbstgemachte Pralinés auf? Bewahre Pralinés idealerweise bei 18 bis 20 Grad auf. Im Sommer kannst du sie gut verschlossen in den Kühlschrank stellen.