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Verschiedene Streetfood-Snacks wie Bao Buns und frittierte Häppchen werden während einer Foodscouting-Reise in einem Restaurant getestet.
70 Jahre Küchenliebe

Essen ist ihr Beruf

Stundenlang Pizza oder Cevapcici probieren – für viele ein Traum, für Nora Bärlocher ist es Alltag. Als Food Consultant bei Betty Bossi spürt sie Trends auf und bringt Ideen von der Strasse oder aus fremden Supermärkten in die Schweiz.

Nora Bärlocher arbeitet als Food Consultant bei Betty Bossi und beschäftigt sich täglich mit neuen Food-Ideen und frischen Fertigprodukten. Essen, Trends und Foodfestivals gehören für die Zürcherin nicht nur zum Beruf, sondern auch zur Leidenschaft. Die Grundlage für diesen Einblick entstand letztes Jahr im Rahmen des Kinofilms über Betty Bossi: Die Schweizer Illustrierte hat Stimmen, Wege und Arbeitsweisen eingefangen.

Nora Bärlocher, Sie haben einen Traum beruf: den ganzen Tag essen, testen, neue Ideen entwickeln. Wie sind Sie zu diesem Job gekommen?

Ich habe Lebensmitteltechnologie studiert und Essen war schon immer meine Leidenschaft. Auf Foodfestivals war ich diejenige, die immer alles pro biert hat. Auch auf Reisen liebe ich es, im Supermarkt durch das Sortiment zu stöbern. Dieses Interesse konnte ich zum Beruf machen, als ich 2018 bei Betty Bossi anfing. Zuerst war ich im Molke reibereich tätig, heute bin ich zuständig für frische Fertigprodukte wie beispielsweise Sandwiches, Müesli oder Fertigsalate.

Food Consultant ist kein alltäglicher Beruf. Was machen Sie da genau?

Ich begleite neue Produkte aller Coop Eigenmarken von der ersten Idee bis zur Einführung und sorge dafür, dass sie kulinarisch überzeugen. Wir sind das kulinarische Gewissen von Coop und stellen sicher, dass Innovationen nicht nur spannend, sondern auch genussvoll sind. So kommen jährlich 600 bis 800 neue Produkte ins Regal.

Trends spielen also eine grosse Rolle in Ihrem Beruf?

Absolut. Wir halten die Augen offen für neue Entwicklungen, sei es in der Gas tronomie, im Ausland oder auch gesell schaftlich. Ein grosses Thema ist Nach haltigkeit: Wir überlegen, wie man Nebenströme sinnvoll verwerten kann. Ein Beispiel ist die neue Eigenmarke «Nice to Save Food». Dort gibt es bei

Nora Bärlocher und eine Kollegin beobachten während einer Foodscouting-Reise das Angebot eines Supermarkts mit verpackten Früchten und Fertigprodukten.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Im Mittelpunkt stehen Degustationen. An einem Tag probieren wir stundenlang Pizza, Cevapcici oder Sandwiches. Man muss neugierig sein und Freude daran haben, alles zu testen. Ernährungseinschränkungen wären in unserem Job schwierig – entscheidend ist Offenheit.

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Stichwort künstliche Intelligenz: Welche Rolle spielt die für Sie?

Künstliche Intelligenz wird immer mehr zum Alltag. Auch wir verfolgen die Entwicklungen in diesem Bereich inten siv. Solche Entwicklungen können helfen, frühzeitig Trends zu erkennen – also Muster, die man sonst vielleicht über sieht. Für uns ist das spannend. Wir haben damit ein weiteres Tool, um den Zeitgeist von heute und morgen einzufangen.

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