Pikante Wähen - herzhaft gut!
Pikante Wähen sind echte Lieblinge der Schweizer Küche. Besonders gern gegessen werden sie mit Käse, Gemüse, Spinat oder Zwiebeln. Es gibt aber unzählige weitere feine Variante. Entdecke unsere Top-Rezepte und praktische Tipps für Teig und Guss.
Sarah
Leiterin Kulinarik-Content
Käsewähe – der Familienhit
Die Käsewähe ist ein Klassiker der Schweizer Küche und besonders beliebt als unkompliziertes Familienessen. Für den Belag eignen sich beispielsweise Gruyère, Sbrinz, Emmentaler, Freiburger Vacherin oder eine Reibkäsemischung. In Basel gehört die Käsewähe traditionell zur Fasnacht – schmecken tut sie natürlich das ganze Jahr.
Gourmettipp: Wem eine reine Käsewähe zu viel des Guten ist, mischt etwas Gemüse, Pilze oder gar Apfel darunter.
Gemüsewähe – saisonal und vielseitig
Gemüsewähen sind perfekt, um saisonale Zutaten zu verwerten. Je nach Jahreszeit gibt es immer wieder neue Kombinationen zu entdecken – ein paar Ideen findest du unten. Kombiniere nach Lust und Laune verschiedene Gemüsesorten oder entscheide dich für eine. Wer es herzhafter mag, ergänzt die Wähe mit Käse, Speckwürfeli oder frischen Kräutern.
Spinatwähe – praktisch aus dem Vorrat
Die Spinatwähe lässt sich besonders unkompliziert zubereiten. Wenn es die Saison zulässt, nimmt man frischen, ansonsten tiefgekühlten gehackter Spinat. Für mehr Pepp kann man etwas Schinken oder Käse beifügen.
Zwiebelwähe – von Zibelechueche bis Bölletünne
Die Zwiebelwähe ist ein echter Schweizer Klassiker: würzig, herzhaft und wunderbar unkompliziert. Je nach Region kennt man sie unter verschiedenen Namen und in unterschiedlichen Varianten. Im Kanton Bern wird sie als Zibelechueche serviert, in der Ostschweiz als Bölletünne – gerne auch mit Speck. Besonders fein wird sie, wenn die Zwiebeln langsam gedünstet werden und so ihr mild-süssliches Aroma entfalten.
Zwiebeln aufbewahren
Welcher Teig eignet sich für pikante Wähen?
Für pikante Wähen kannst du zwischen verschiedenen Teigarten auswählen. Häufig verwendet wird der Kuchenteig, er eignet sich auch für süsse Wähen. Neben dem gewöhnlichen Kuchenteig gibt es im Coop Supermarkt auch einen rund ausgewallten Bio-Dinkelkuchenteig, der sich ebenfalls sehr gut für pikante Wähen eignet. In salzigen Wähen ebenfalls häufig zum Einsatz kommt Blätterteig, aber auch ein Flammkuchen-oder Pizzateig ist eine gute Wahl. Mit einem Strudelteig wird deine Wähe besonders knusprig und luftig. Mit der grossen Auswahl an Fertigteigen ist man in der schnellen Alltagsküche gut bedient.
Vielleicht hast du ja etwas mehr Zeit und möchtest den Teig für deine Wähen selber machen? In unserem Magazinbeitrag «Geliebte Wähen – so gelingen sie dir garantiert» findest du die Rezepte für selbstgemachte Wähenteige sowie viele Tipps für ein sicheres Gelingen.
Das richtige Blech für deine Wähe
Klassisch wird die Wähe auf einem runden Wähenblech gebacken. Dank des flachen Rands wird der Boden schön knusprig und die Wähe lässt sich gut portionieren. Für grössere Runden eignet sich auch ein rechteckiges Backblech.
Wie gelingt der perfekte Wähenguss?
Ein klassischer Wähenguss für pikante Wähen besteht meist aus Eiern und Milch oder Rahm. Alternativ kannst du Quark, sauren Halbrahm oder Ricotta verwenden. Abgeschmeckt wird die Mischung mit Salz, Pfeffer, Gewürzen und nach Belieben mit frischen Kräutern.
Faustregel: Für salzige Wähen werden häufig zwei bis drei Eier verwendet. Sie sorgen dafür, dass der Guss beim Backen schön bindet.
Die umgekehrte Wähe: Tarte Tatin pikant
Tarte Tatin muss nicht süss sein. Auch Gemüse wie Tomaten, Spargeln, Rüebli oder Lauch eignet sich für die umgekehrte Tarte. Dabei kommt der Gemüsebelag zuerst in die Form und wird anschliessend mit Teig bedeckt. Nach dem Backen wird die Tarte gestürzt.
Gut gerüstet fürs Wähen backen
Häufige Fragen zu pikanten Wähen
Was ist eine pikante Wähe?
Eine pikante Wähe ist ein flacher, herzhafter Kuchen aus Teig, einem salzigen Belag und meist einem Guss aus Eiern und Milch oder Rahm. Typische Varianten sind Käsewähe, Gemüsewähe, Spinatwähe und Zwiebelwähe.
Wie wird der Boden einer Wähe knusprig?
Für einen knusprigen Wähenboden sollte der Backofen gut vorgeheizt sein. Die Wähe wird idealerweise im unteren Bereich des Ofens gebacken. Bei sehr feuchten Belägen hilft zudem eine dünne Schicht gemahlener Nüsse, Paniermehl oder Käse auf dem Teig, überschüssige Flüssigkeit aufzunehmen. Auch wichtig: Teig mit einer Gabel dicht einstechen.
Salzige Wähen vegan, vegetarisch oder mit Fleisch?
In fast keinem Gericht ist es leichter, den Vorlieben der Mitessenden so leicht Rechnung zu tragen als bei einer Wähe. Wenn zum Beispiel die einen Familienmitglieder ein vegetarisches Wähenrezept wünschen und die anderen ein fleischiges, kannst du die eine Hälfte der Wähe einfach nur mit Gemüse und die andere zum Beispiel zusätzlich mit Speckwürfeli oder Salami belegen – so kommen alle auf ihre Kosten.
Besonders praktisch sind Wähenbleche mit einem Teiler oder ein Pizza- und Wähenteiler, der sich auf die Grösse des Blechs einstellen lässt. Damit kannst du nicht nur Wähen unterschiedlicher Grösse, sondern auch eine salzige und eine süsse Wähe gleichzeitig backen.
Eine vegane Wähe zuzubereiten ist auch relativ einfach. Viele Fertigteige sind bereits vegan. Dann braucht es nur noch einen Guss mit pflanzlichen Zutaten. So wie zum Beispiel bei dieser veganen Wähe.
Woher kommt die Wähe?
Die Wähe gehört fest zur Schweizer Esskultur, ihre genaue Herkunft lässt sich jedoch nicht eindeutig bestimmen. Der Begriff «Wähe» gelangte gegen Ende des 18. Jahrhunderts aus dem südelsässischen Sprachraum in die Region Basel. Je nach Region trägt die Wähe unterschiedliche Namen: etwa Wäie, Dünne, Flade oder Chueche. In der französischsprachigen Schweiz sind ähnliche Gebäcke als Tarte oder Quiche bekannt.