Aus dem Nähkästchen geplaudert

Aus dem Nähkästchen geplaudert

Bettina Bernhardsgrütter ist kulinarische Beraterin bei Betty Bossi. Sie beantwortet seit vielen Jahren Kunden-Fragen und ist regelmässig am Mittwoch in der Sendung À point auf SRF 1 zu Gast. Was sie neben Kochen und Backen sonst noch begeistert, erfahren Sie im Interview.

Bettina Bernhardsgrütter im Interview

Wer ich bin:

Ich komme aus dem Appenzellerland und wohne in Stein AR. Unser Haus steht mitten im Grünen und doch ganz zentral am Dorfplatz. Unser Haus "Rössli" war früher mal eine Bäckerei und ein Restaurant. So haben wir viel Platz zuhause Gäste zu bewirten. In der Freizeit fahre ich sehr gerne Velo oder bin mit den Wanderschuhen in der Natur unterwegs. Für einen Jass kann ich mich auch immer sofort begeistern.

 

Erste Kocherfahrungen gesammelt habe ich:

Schon früh durfte ich zuhause Kuchen backen oder Nidelzältli herstellen. Von meiner Mutter habe ich viel in der Küche und in der Backstube gelernt. Schon in der Schule war ich oft zuständig für das Mittag- oder Nachtessen. Da durfte ich sogar das kochen, was ich wollte. Deshalb habe ich auch nie gelernt Pot-au-feu zu kochen. Dies war dann ein Nachteil bei einer Aufnahmeprüfung. Ich musste improvisieren, da mir unklar war wie Siedfleisch wirklich zubereitet wird.

 

Mein beruflicher Hintergrund:

Ich bin gelernte Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerin. Viele Jahre unterrichtete ich SchülerInnen in Grabs und Speicher. Schon damals habe ich mit Freude Kochkurse für Erwachsene organisiert.

 

Das wollte ich als kleines Mädchen werden:

Mein grosser Wunsch war immer Lehrerin zu werden. In der Schule war der Hauswirtschaftsunterricht für mich sehr spannend. Schon damals interessierte es mich, wie Desserts schön angerichtet werden können oder wie ein Biskuit schön aufgeht. Wir hatten sogar mal als ganz kleine Kinder eine kleine Wirtschaft organisiert im Freien. Da verwöhnten wir die Gäste mit selber gebackenen Kuchen und spendeten das Trinkgeld einer sozialen Institution.

 

Mein Beruf macht mich glücklich, weil ...

Ich gerne mit Kunden über das Kochen, Backen und Essen rede. Es freut mich, wenn ich mit Tipps & Tricks weiterhelfen kann und so praktische Hilfe leisten kann.

 

Mein Lieblingsessen:

Ghackets mit Hörnli und "Epfelmues".

 

Mein Lieblingskäse:

Appenzellerkäse

 

Mein Lieblings-Rezept:

Nidelzältli - wie sie meine Grossmutter schon zubereitet hat.

 

Backen bedeutet für mich:

Kreativ sein und Freude weiter geben.

 

In meiner Küche darf nie fehlen:

Äpfel, Zitronen, Mehl, Zucker, Eier und Milch.

 

Schmuckstück in meiner Küche:

Der ovale Holzküchentisch. An diesem Tisch essen wir zu zweit – es hat aber Platz für bis zu fünfzehn Personen.

 

Peinlichstes Küchengerät:

Bieröffner mit Musik

 

Meine grösste Küchenpanne:

Dies ist wie schon erwähnt mein Pot-au-feu anno 1984. Ich musste Siedfleisch an der Aufnahmeprüfung zubereiten. Doch dies hatte ich wirklich noch nie zubereitet. Fleisch – das brät man doch an? Gesagt getan – ob das angebratene Siedfleisch nach ca. 2 Stunden Kochzeit essbar war, können nur die Expertinnen von damals beantworten.

 

Inspiration finde ich:

Beim Reisen und beim Kochen aus dem Kühlschrank oder Vorratsschrank. Ich kaufe immer verschiedene Nahrungsmittel ein und koche dann spontan aus diesen etwas Feines.

 

Wo trifft man mich zum Essen im Restaurant:

Im Gasthof zum Hirschen in Gais. Zu diesem Speiserestaurant habe ich ein spezielles Verhältnis. Unsere Katze "Kiwi" war mal dort für einige Tage Gast. So sind wir auch Gast geworden dank unseres kleinen Gourmets.

 

... zum Kaffeetrinken:

Im Gemsli in Teufen.

 

… zum Drinks Schlürfen:

Im Treffpunkt in Herisau.